
Es waren die Gespräche.
Die Begegnungen.
Die ganz kleinen Szenen.
Immer wieder ploppte es auf:
Das Thema, das sich an meinem Schreibtisch in ein Buch verwandelt.
Wie gehen Männer mit Gefühlen um – oder eben nicht?
Und jedes Mal war da dieses Gefühl:
Genau darum schreibe ich dieses Buch.
Weil da jemand nicht fühlen konnte.
Nicht reden. Nicht halten.
Ein Typ rastet mitten auf dem Weg aus – und ich denke:
Vielleicht hat ihm nie jemand gezeigt, was Wut eigentlich
sagen will.
Ein anderer erzählt in der Herberge von Verlust – und ich sehe:
Er will halten, aber kann es nicht.
Eine Frau erzählt von ihrem schweigenden Mann – und ich
spüre: Da ist so viel, aber kein Ventil, kein Ausdruck.
Mit jeder Begegnung wurde es klarer:
Dieses Thema taucht fast überall auf.
Und es ist viel größer, als ich geahnt hatte.
Und dann dieser Gedanke, der immer wiederkommt:
Dieses Buch, das gerade entsteht – es ist so unfassbar
wichtig.
Nicht, weil ich was loswerden will.
Sondern weil ich etwas teilen muss.
Weil ich will, dass sich was verändert.
Weil ich glaube:
Gefühle zeigen ist kein Risiko – sondern Rettung.